Wenn man sich selbst allzu wichtig nimmt, an seinem "Ich" oder "Ego" haftet,
dann ist Heiterkeit zumeist in weiter Ferne. Was kann man tun?
Zazen
bringt von Zeit zu Zeit "Wunder" hervor!
Tief werden in Zazen geht einher mit Heiterkeit. Diese Heiterkeit ist nicht das
Gegenteil etwa von Sauertöpfigkeit. Sauertöpfigkeit ist der bucklige Bruder des affektierten Lachens.

Ist Heiterkeit die Selbstfreude des Erwachens? Die Antwort auf diese Frage kann nur aus der buddhistischen Erfahrung heraus gemacht werden. Es ist ein Unsinn hierzu intellektuellen Scharfsinn zu bemühen. Vielleicht könnten gleicherweise einige Griechen diese Frage ohne Umschweife beantworten.

Der Eine oder die Andere sagt: "Ich übe nun schon seit vierzehn Tagen Zazen. Aber Heiterkeit will sich nicht einstellen." Man kann diese Heiterkeit nicht erzwingen, wie man auch Satori nicht erzwingen kann.

Heiterkeit ist jenseits des zweifelnden Denkens. Zen-Meister Enshi vom
Berg Issan sagte:
"Ich habe dreißig Jahre lang auf diesem Berg gelebt. Das Einzige was ich während
dieser Zeit getan habe war Reis essen, Tee trinken und ausscheiden. Ich habe nichts
von meinem Meister gelernt. Das einzige was ich gelernt habe, war einen Wasserbüffel zu zähmen. Immer wenn er übermäßig viel graste schlug ich ihn mit meiner Peitsche. Nach einer Weile wurde er ganz zahm. Das einzige Problem war, dass er jedem folgte der ihn rief. Aber jetzt hat er sich in eine reine, weiße Kuh gewandelt, die ganz nahe bei mir steht und immer heiter und klar schaut. Sogar, wenn ich versuche, sie wegzujagen, bleibt sie."