Zensite.de - Ursprungstexte, Bilder und Klang des Zen, eine Website von Taiso Toku Ho

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Dogen Kigen, 1200 - 1253, japanischer Zen-Meister, der die Tradition der Soto-Schule von China nach Japan übertrug. Er gilt als einer der grössten religiösen Persönlichkeiten Japans und wird dort von allen buddhistischen Schulen hoch verehrt. Dogen erfuhr Erleuchtung im Jahre 1225 unter Leitung seines chinesischen Meisters Tendo Nyojo. Es geschah nachts, als ein Mönch während Zazen neben Dogen einschlief. Nyojo sagte laut: "Beim Zazen sind Körper und Geist abgefallen. Wieso schläfst Du?" Bei diesen Worten öffnete sich Dogens Geist. Alle Zweifel, die er bis dahin über den Weg hatte waren mit einem Mal beseitigt.

San Sho Do Ei
Die Wellen verlieren sich am Ufer
Der leichte Wind hört auf zu wehen
Der verlassene Kahn treibt langsam dahin
In der Stille der Nacht
Der Mond am weiten Firmament
Breitet seine friedvolle Klarheit aus
Auf dem rostfarbenen Laub
Der langen Wintermonate
Schimmert leicht der reine Schnee
Unter den Strahlen des Mondes
Welche Worte
Könnten diese unsagbare Schönheit
ausdrücken?
Wohin er auch geht, woher er auch kommt
Der Wasservogel hinterlässt keine Spuren
Aber er verliert niemals seinen Weg
Wenn sie eintauchen und getragen werden
Von den sich bewegenden Wellen
Wer könnte die Möwen
Von den Mandarinenten unterscheiden?
Wo ist unser wahres Dorf
In der Tiefe der Berge?
Das Dorf unserer Geburt
Ist da wo wir leben
Hier und jetzt
Gesehen durch die Welt
Sind die meisten Wesen wahr
und darüber hinaus
Ist der unendliche Himmel ohne Begrenzung
Unser Geist hat keine Farbe
Niemand kann ihn sehen
Er ist gerade so
Wie Tau oder Raureif
In meiner kleinen, frostigen Einsiedelei
Ob ich schlafe oder wache
Habe ich nur diese Worte:
Ich bitte dich, Shakyamuni Buddha
Habe Erbarmen mit mir
Gib mir deine ewige Kraft und Weisheit
Oh meine kleine Einsiedelei
Wo ich meinen Winterschlaf halte
In Gesellschaft
Der Wolken des Eises und Schnees
Niemand ist betroffen
Über das Fliehen der Tage
Und geängstigt
durch den Lauf des Pferdes
Im Galopp der Sonne folgend
Die Blumen öffnen sich im Frühjahrsgewitter
Und am Fusse der Berge erhebt sich ein Duft
Im aus Gras gebauten Dojo meiner Einsiedelei
Ist der Sommer angekommen
Und holt jetzt den leichten Kolomo hervor
Und nimmt die Bambusläden von den Fenstern
Der Frühling geht seinem Ende entgegen
Er geht vorbei
Selbst wenn wir ihn zurückhalten wollen
Selbst wenn wir es bedauern
Wenn jemand fragt was Buddha ist
Werde ich Ihm antworten:
Wie Eis wie Feuer
Womit können wir unser Leben vergleichen?
Der Widerschein des Mondes
In einem Tautropfen am Schnabel des Wasservogels
Kurz und unbeständig ist unser Leben - Mujo
Der Weg wurde weitergegeben nach Westen
Ich gebe ihn weiter nach Osten
Ich fische den Mond
Und pflücke die Wolken
Auf der Suche nach dem alten Geschmack
Der Staub der gewöhnlichen Welt
kann nicht eindringen
In das Innere der Einsiedelei
In der tief verschneiten Nacht
Tief im Gebirge