Zensite.de - Ursprungstexte, Bilder und Klang des Zen, eine Website von Taiso Toku Ho

Makahannya Sandokai Hakujushi Shinjinmei Fukanzazengi Zazenwasan Shodoka Muchusetsumu Kannon Genjokoan
Bendowa Podiumsutra Zazenshin Hokyozanmai Nagarjuna Rinzairoku Huangpo Vajracchedika Joshu Zuigan
Guteis Finger Visudimagga Taoteking Kann sein Wisdom 2007 Wisdom 2008 Wisdom 2009 Wisdom 2010 Buecher  
Sekito Kisen Rinzai Dogen Ikkyu Sojun Kodo Sawaki T.Deshimaru T.Tenbreul T.Toku Ho Momente Unterweisung
Heiterkeit Übermitteln 3 Zeiten Klosteralltag            
Kultinstrumente: Hokku Oryoki Han Unpan Chaguma Keisu Inkin Keisaku Mokugyo
Taku Hotei Bodhidharma Der Arhat Acala Lotus Hui Neng Shakyamuni    
Zen-Musik: Amida Karuna Ikkyu Rhaposodie L.No10 Ballade B.Cos Daddada Datxy10 Tenkatsu

Sekito Kisen, 700 - 790, früher chinesischer Zen-Meister, Schüler und Dharmanachfolger von Seigen Gyoshi.
Wie im Falle seines Meisters, weiss man auch über das Leben von Sekito Kisen so gut wie nichts. Aus den Quellen geht nur klar hervor, dass er der führende Meister eines berühmten Zentrums des Zen war. Von ihm stammt der Gesang Sandokai ("Die Einheit von Verschiedenheit und Gleichheit"), der bis heute vor allem in Zen-Klöstern der Soto-Schule rezitiert wird.

Sandokai
Der Geist des grossen Meisters aus Indien wurde getreu von West nach Ost weitergegeben.
Es gibt Unterschiede im Wesen der Menschen. Manche sind intelligent, andere weniger.
Auf dem Weg gibt es keinen Meister des Nordens und keinen Meister des Südens. Die Quelle des geistigen Weges ist rein und klar allein die Nebenflüsse sind verschmutzt.
Sich an den Erscheinungen zu heften ist die Ursache des Leidens. Doch an der Wahrheit zu haften ist nicht Erleuchtung. Da sie alle voneinander abhängig sind, durchdringen sich die Erscheinungen. Werden sie durch die Sinne wahrgenommen, scheinen sie ohne Zusammenhang. Wäre es nicht so könnte man auch nicht der Unterscheidung entrinnen.
Alle Formen unterscheiden sich durch ihre Merkmale. Freude und Leiden scheinen getrennt. Im Dunkel gibt es weder hoch noch tief. Im Licht unterscheidet man das Reine vom Schmutzigen.
Die vier Elemente des Körpers kehren von selbst zu ihrem Ursprung zurück, wie das Kind zur Mutter.
Das Feuer brennt, der Wind weht, das Wasser nässt, die Erde trägt. Für die Augen gibt es Formen, für die Ohren gibt es Töne, für die Nase gibt es Gerüche, für die Zunge gibt es Geschmäcke.
Bei den Erscheinungen ist es wie mit den Blättern eines Baumes: Sie stammen alle aus derselben Wurzel. Anfang und Ende haben den gleichen Ursprung. Edel oder gewöhnlich, wie es euch beliebt!
Die Dunkelheit lebt im Licht — seht nicht nur die dunkle Seite. Das Licht lebt in der Dunkelheit — seht nicht nur die helle Seite. Licht und Dunkelheit erscheinen als Gegensatz, doch sie sind voneinander abhängig wie ein Schritt vorwärts von einem Schritt rückwärts.
Jede Existenz hat ihren Nutzen. Bedient euch ihrer ohne auf ihre Stellung zu achten.
Erscheinung und Essenz fügen sich vollkommen ineinander. Diese Wahrheit ist wie eine Lanze die einen Pfeil mitten im Fluge trifft. Die Worte die ihr hört müssen an ihrer Quelle verstanden werden. Konstruiert nicht eure eigenen Kategorien.
Eure Füsse laufen auf dem Weg. Versteht dies, wenn ihr ihn verwirklichen wollt. Beim Vorwärtsgehen in diesem Moment gibt es weder nah noch fern.
Wenn ihr Illusionen habt, gibt es eine Trennung wie zwischen Berg und Tal.
Demütig sage ich denen die den Weg suchen: Verschwendet nicht den gegenwärtigen Augenblick.