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19 Strophen über das Mahayana

von Nagarjuna

1. Ehre dem unausdenklichen erhabenen Buddha, dessen Geist frei ist von Anhaften. Er hat aus Mitleid mit den Wesen die Lehre dargelegt.
2. Die Buddhas und die Wesen haben ein Merkmal gemeinsam: sie sind leer wie der Raum. Sie sind ihrer Eigennatur nach weder entstanden noch vergangen.
3. Nicht hier noch in der jenseitigen Welt sind Persönlichkeitsmerkmale ihrer Eigennatur nach entstanden oder vergangen. Sie sind durch das Karma der Präeexistenz hervorgebracht. Eben darum sind sie nur dem Wissen eines Allwissenden zugänglich.
4. Alle existierenden Dinge sind ihrer Eigennatur nach ein Spiegelbild. Sie sind in ihrer Leerheit rein, ihrer Eigennatur nach heil, frei von Dualität und mit ihrer Soheit identisch.
5. Wenn Menschen sich in dem was kein Selbst ist eine Selbstheit eingebildet haben, sind Glück, Leiden und Erkenntnis — ist alles für sie Wirklichkeit.
6. So auch die sechs wiedergeburtlichen Höllen, der Samsara, das höchste Glück, das große Leiden in der Hölle, wie auch Alter und Krankheit.
7. Nachdem die Weltmenschen sich eine unzutreffende Einbildung geschaffen haben, werden sie in Qualwelten wie der Narakahölle gekocht. Von ihrer eigenen Bosheit werden sie verbrannt wie Bambusstöcke.
8. Wie ein Zauberprodukt genießen die Menschen die Sinnesobjekte. Sie streben einer aus Schein gebildeten Existenzstätte zu und einem Körper von konditionaler Entstehung.
9. Wie irgendein Dummkopf der sich selber Schlamm bereitet hat in diesen hineinfällt, so sind die Menschen in den Schlamm ihrer Einbildungen versunken.
10. Wie ein Maler, der die überaus furchterregende Gestalt eines Dämons gemalt hat, vor diesem Bild erschreckt, so erschreckt der Unweise vor dem Samsara, den er sich durch seine Ich- und Weltimagination geschaffen hat.
11. Wenn man Nicht-Seiendes als seiend ansieht, erfährt man leidvolles Gefühl. Desgleichen peinigen einem die unwahren Sinnesobjekte mit dem Gift des Zweifels.
12. Nachdem die Gutes tuenden Buddhas mit ihrem ständig mitleidvollem Denken die Wesen als schutzlos erkannt haben, verpflichten sie sie auf die Erreichung der vollen Erleuchtung.
13. Haben sie auf diese Weise karmische Schätze angehäuft und das höchste Glück erlangt, mögen auch sie, vom Netz ihrer Einbildungen befreit, Buddhas werden, Freunde der Welt.
14. Weil diejenigen, die die Bedeutung des Absoluten vollkommen kennen, die Welt durchschaut haben als konditional entstanden und daher leer und ohne Anfang, Mitte und Ende — darum sehen sie für sich selbst weder Samsara noch Nirvana: nur makellose, unwandelbare Wirklichkeit von Beginn an und in Ruhe strahlend.
15. Ein Aufgewachter sieht nicht mehr das Objekt das er im Traum wahrgenommen hatte. Einer der aus dem Schlaf aufgewacht ist sieht nicht mehr den Samsara...
16. Wenn ein Zauberer das Zauberprodukt nachdem er es vorgeführt hat auflöst, dann ist nichts mehr vorhanden. Dies ist die Gesetzlichkeit der Dinge.
17. Geist nur ist dies alles. Entstanden als magische Schöpfung. Daher gute und schlechte Tat und daher gibt es gute und schlechte Geburt.
18. Wie sich die Menschen die Welt nur einbilden, so sind auch sie selbst nicht entstanden. Denn Entstehen ist Einbildung. Es gibt keine äußeren Dinge.
19. Toren die von der Finsternis der Verblendung eingehüllt sind und Dinge ohne Eigennatur als dauerhaft und glücklich auffassen, treiben in diesem Ozean wiedergeburtlichen Werdens umher
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