Taiso Toku Ho
Ursprungstexte und Bilder des Zen  
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Guteis Finger
Koan aus dem Mumonkan, einer Sammlung von Zen-Meister Mumon

Der Fall
Was auch immer Meister Gutei über Zen gefragt wurde, als Antwort streckte er einfach einen Finger hoch. Einst wurde sein junger Diener von einem Besucher gefragt: "Worin besteht die Lehre des Meisters?" Da hielt der Bursche ebenfalls einen Finger hoch. Als Gutei davon hörte, schnitt er dem Jungen mit einem Messer den Finger ab. Schreiend vor Schmerz lief der Junge davon. Gutei rief ihm nach. Als der Junge seinen Kopf zurück wandte, streckte Gutei einen Finger hoch. Da wurde der Junge plötzlich erleuchtet.
Als Gutei zum Sterben kam, sagte er zu den versammelten Mönchen: "Ich habe dieses Ein-Finger-Zen von Tenryu empfangen. Mein ganzes Leben lang habe ich es benützt, aber nicht ausgeschöpft." Nach diesen Worten trat er ins Nirvana ein.

Mumons Kommentar
Die Erleuchtung des Gutei sowie des Jungen haben nichts mit der Fingerspitze zu tun. Wenn ihr das erfasst, sind Tenryu, Gutei, der Junge und ihr selbst am gleichen Spieß aufgereiht.

Der Vers
Der alte Tenryu machte zum Narren den Gutei,
der den Jungen mit scharfer Klinge schnitt.
Korei, der Berggott, hob mühelos seine Hand
Und spaltete den vielgipfeligen Berg Kasan in zwei.

 

Ho meint
Dieser Dreier leidet unter Mumons Spieß. Wer das Schaschlik korrekt zu deuten weiß hat Zen-Verstand.
Ein schlaues Kerlchen, welches die Lösung verbrauchergerecht servieren wollte, redete in einer email (mit Tarnname) irgendwas von Guteis "Nicht-Finger" daher. Ich musste vierzehn Tage lang lachen. Das war kein Vergnügen.

( ´:—( )

Jedoch sehe ich, daß Nansens Katze quicklebendig ist, wenngleich viele denken sie sei mausetot.

 

 

 

 

 

 

 


 
 
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