Zensite.de - Ursprungstexte, Bilder und Klang des Zen, eine Website von Taiso Toku Ho

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BUDDHA WISDOM

31.12.2009

 

16.12.2009
Eines Tages fragte ein Mönch: "Was ist der ursprüngliche Buddha-Geist?" Der Meister erwiderte: "Mauer, Ziegel, Steine." Die Frage des Mönches zeigt, dass dieser bereits die Bedeutung des ursprünglichen Buddha-Geistes erfaßt hatte und erkannte, daß der ursprüngliche Buddha-Geist überall existiert. "Mauer, Ziegel, Steine" sind die Mauer, Ziegel und Steine des ursprünglichen Buddha-Geistes. Jedes Ding – Eisblumen, blühende Blumen, wilde Gräser, Berge, Meere, Länder, Flüsse – sind der Körper und der Geist des ursprünglichen Buddha-Geistes; sie sind die alten Buddhas mit dem Sonnengesicht und mit dem Mondgesicht und Haut, Fleisch, Knochen und Mark der alten Buddhas. Ursprünglicher Buddha-Geist ist die Übung, Erleuchtung, Vollkommenheit und das Herz der Buddhas. Es ist der ursprüngliche Geist, der Geist von gewöhnlichen Menschen, der alt wie neu überschreitet – der ewige Geist .......

03.12.2009
Nicht-Unterscheidung, Nicht-Zweiheit Wenn ein Bodhisattva in die Lehre der Nicht-Unterscheidung eintritt, bedeutet dies, dass er erkannt hat, dass man in bezug auf alle Dinge weder etwas sagen noch erklären, weder darstellen noch erkennnen kann. Das versteht man unter dem Eintritt eines Bodhisattvas in die Lehre der Nicht-Unterscheidung.

16.11.2009
Auch wenn es verschiedene Wege des Zen-Studiums gibt, oberflächliches und tiefgründiges, intelligentes und dummes, schnelles und langsames - das Eintreffen von Verdiensten wird notwendigerweise aus fortgesetzten Bemühungen resultieren. Ehei Dogen sagte: "Ich habe niemals davon gehört, dass man ohne Bemühungen Verdienste erlangen konnte, und auch nicht, dass man Verwirklichung ohne Praxis erlangen konnte."

02.11.2009
- Lernt, völlig unempfänglich zu sein für Empfindungen, die aus äußeren Formen entstehen, und reinigt euren Körper dadurch von der Empfänglichkeit für Äußerlichkeiten. - Lernt, allen Unterscheidungen zwischen diesem und jenem, die aus euren Empfindungen entstehen, keine Beachtung zu schenken, und reinigt eure Körper dadurch von unnötigen Unterscheidungen zwischen einer Erscheinung und einer anderen. - Seid besonders bedacht, euch aller Unterscheidungen in angenehme und unangenehme Empfindungen zu enthalten, und reinigt eure Körper dadurch von nutzlosen Unterscheidungen. - Vermeidet es, euch über irgend etwas Gedanken zu machen, und reinigt euren Körper dadurch von begrifflichem Denken. (Huang Po: Der Geist des Zen

17.10.2009
Wenn alle Dinge das Buddha-Dharma sind, dann gibt es Erleuchtung, Täuschung, Übung, Tod, Buddhas und Lebewesen. Wenn alle Dinge als ohne Substanz gesehen werden, gibt es keine Täuschung, Erleuchtung, Buddhas oder Lebewesen, keine Geburt und kein Zerfall. Ursprünglich tranzendiert sich der Buddha-Weg selbst und jegliche Vorstellung von Überfluß oder Mangel. Dennoch gibt es Geburt und Zerfall, Täuschung und Erleuchtung, Lebewesen und Buddhas. Noch hassen es die Menschen, daß Blumen welken und Unkraut wächst. Der Versuch, die Übung und Erleuchtung durch uns durchzuführen, ist eine Täuschung. Durch die Erscheinungswelt Übung und Erleuchtung zu haben, ist Erleuchtung. Buddha zu sein heißt, die große Erleuchtung über die Täuschung zu haben. Große Illusion über die Erleuchtung zu haben, heißt ein Lebewesen zu sein. Weiterhin sind einige fortwährend erleuchtet jenseits der Erleuchtung, während andere immer mehr Täuschungen anhäufen.

05.10.2009
Wenn wir studieren, folgen wir manchmal der Lehre der Sutren und manchmal den Lehren eines Meisters; schlußendlich jedoch führt es zur Selbst-Erleuchtung ohne einen Lehrer. Selbst-Erleuchtung ohne einen Lehrer geschieht durch die wirkliche Natur der phänomenalen Welt. Sogar wenn wir dieses Wissen von Natur aus besitzen, ist es immer noch notwendig, Meister aufzusuchen und nach dem Weg zu forschen. Wenn wir glauben, uns fehle dieses angeborene Wissen, dann müssen wir intensiver studieren und üben. Es gibt niemanden, der nicht angeborenes Wissen besitzt. Wir müssen den Lehren der Sutren und Meister folgen, bis wir die buddhistische Erleuchtung erlangt haben.

17.09.2009
Der Buddha-Weg ist vollkommen. ... es ist sehr selten, dass ein Laie, der eine solch schwere Verpflichtung hatte wie einst der sechste Patriarch Hui Neng, seine Eltern verläßt und den Weg sucht. Für den sechsten Patriarchen war nichts wichtiger als der Buddha-Weg. Buddha-Weisheit sucht immer Buddha-Weisheit – wenn du diese Weisheit hast, findest du den Weg schnell, jedoch kann sie weder von anderen gelernt werden noch durch sich selbst erscheinen. Es gibt die Geschichte von den fünfhundert Fledermäusen, die starben, um die Lehre der Sutras zu lernen. Als sie gefunden wurden, entdeckte man, dass sie die Buddha-Weisheit in ihren Körpern besaßen. Die zehntausend Fische, die fortwährend den Namen Buddhas rezitieren, besaßen ebenfalls die Buddha-Weisheit in ihren Körpern. Auch wenn sie sich gar nichts dabei gedacht hatten, als sie den Lehren zuhörten, erfaßten sie diese leicht. Wir können aus beiden Geschichten lernen, dass die Buddha-Weisheit nicht von außen her kommt.

03.04.2009
Eines Tages sagte der Zen-Meister Banzan Hoshaku, ein Schüler von Baso: "Der Mond unseres Geistes ist rund und sein Licht umgibt alle Erscheinungen. Aber dieses Licht beleuchtet keine Gegenstände und Da-Sein gibt es nicht. Das Licht und die Existenz erlöschen zusammen und können nicht benannt werden." Banzan meint mit dieser Rede, dass Buddha und seine Schüler einen Geist haben wie der Mond; dies ist die einzige wahre Beschreibung des Geistes. Kein Geist, kein Mond. "Rund" ist vollkommene Erfüllung, der es an nichts mangelt. Sie ist nicht eins oder zwei; sie ist unzählbar; sie existiert sogar nicht nur in sich selbst – sie ist der vollständige Ausdruck des "Mondes". "Erscheinung" ist ausgelöscht durch "Mond" (d.h. sie sind verwandt als eins). "Erscheinung" ist "Mond"; zwischen ihnen gibt es keinen Gegensatz. Dies wird absolute Transzendenz genannt: "Das Licht beleuchtet keine Erscheinungen, und die Wesen existieren nicht." Wenn wir diesen Grad der Transzendenz erreicht haben, dann können wir in der richtigen Art und Weise handeln.

20.08.2009
Eines Tages fragte ein Mönch den Groß-Meister Tozan Gohon: "Wie können wir heiß und kalt vermeiden?" Tozan sagte: "Warum gehst du nicht irgendwo hin, wo es weder heiß noch kalt ist?" "Wo ist ein Ort, wo es weder heiß noch kalt ist?" Tozan erwiderte: "Wenn es kalt ist, sei vollständig kalt; wenn es heiß ist, sei vollständig heiß!" Der Priester Bussho (Hotai) von Tanshu, der in der Linie von Engo stand, sagte: "Tozan versuchte, uns den Ort zu zeigen, wo es nicht heiß oder kalt gibt..."

05.08.2009
Alle Buddhas und Patriarchen sprechen vom Weg. Aus diesem Grunde überprüfen Buddhas und Patriarchen, wenn sie Buddhas und Patriarchen als ihre Dharma-Erben ausgewählt haben, diese ganz gewiss, um herauszufinden, ob oder wie sie es verstehen über den Weg zu sprechen. Diese Befragung wird mit Körper und Geist ausgeführt, mit Fliegenwedel und einem Stock, mit einem Pfeiler und einer Steinlaterne. Wenn sie keine Buddhas und Patriarchen sind, können sie weder befragt werden, noch über den Weg sprechen, weil ihnen dessen Essenz fehlt. Über den Weg sprechen ist nicht von unseren eigenen Fähigkeiten noch von der anderer abhängig. Indem wir einfach die Buddhas und Patriarchen suchen, werden wir dazu fähig sein, über ihren Weg zu sprechen. Innerhalb dieses Sprechens vom Weg gibt es traditionelle Übung und Erleuchtung, die bis heute ununterbrochen ausgeübt und studiert wird. Wenn Buddhas und Patriarchen üben und Buddhas und Patriarchen ihre Übung würdigen, dann wird ihr Sprechen vom Weg die Übung von drei, acht, dreissig oder vierzig Jahren. Es ist beständiges Sprechen vom Weg. Ein Kommentar sagt: "Zwanzig oder dreissig Jahre des Übens werden vollendet durch das Sprechen vom Weg." Während der gesamten Zeit praktizieren sie vollständiges Sprechen und die Erlangung des Weges

22.07.2009
Der Brennpunkt des Zen-Studiums ist das Suchen nach erleuchteter Sicht. Den Weg im Zendo und in der Dharmahalle praktizieren - in den Unterkünften schlafen - all dies ist erleuchtete Sicht. Erleuchtete Sicht gehört nicht uns und nicht den anderen. Wenn sie die erleuchtete Sicht von einem Meister suchen, werden sie sie schliesslich finden

05.07.2009
Kyogens Mann am Baum Einst hing ein Mann mit seinem Mund am Zweig eines Baumes. Der Baum steht über einer tausend Fuß hohen Bergschlucht, und der Mann kann weder mit seinen Händen einen Ast ergreifen, noch können seine Füße den Baum erreichen. Unter dem Baum steht ein Mönch und fragt ihn: "Warum kam der erste Patriarch vom Westen?" Wenn der Mann antwortet stürzt er sich zu Tode. Wenn er nicht antwortet, erfüllt er seine Pflicht nicht. O ihr Mönche! Wie würdet ihr in diesem Fall antworten? Ein Mönch namens Kotosho erhob sich und sagte: "Ich will dich nicht danach fragen, als er auf dem Baum war; bitte zeige uns die Situation, bevor er dort hinauf kam!" Da lachte Kyogen laut auf.

21.06.2009
"Wenn du versuchst, den Buddha ausserhalb der Welt von Leben und Tod zu finden, gleichst du jemanden, der seinen Wagen nach Norden richtet, wenn er nach Sueden moechte oder der im Sueden nach dem Grossen Baeren (Sternbild) schaut. Wenn du dies tust, verfehlst du den Weg der Befreiung. Akzeptiere Leben und Tod als Nirvana. Hasse keines von beiden, und begehre nicht das Nirvana. Nur dann bist du wahrhaft losgeloest von Leben und Tod."

07.06.2009
"Unser Geist ist Buddha" bedeutet die Verwirklichung des Buddha-Geistes in unserem Erfahrungsbereich. Wir erkennen, daß jeder kleinste Aspekt der Existenz frei ist und eine einmalige unabhängige Existenz bildet – d.h. Buddha-Natur. Dies nennt man auch "Körper und Geist sind abgefallen". Diese Erkenntnis ist dynamisch und nicht starr und fest wie eine buddhistische Statue. Doch erwarte nicht, daß die Wahrheit ohne Anstrengung erscheint; ohne Anstrengung bleibt die Wahrheit verborgen. "Körper und Geist sind abgefallen" stellt die universelle Wahrheit dar, wirkliche Existenz in der Gegenwart, die sich weder zur Vergangenheit kehrt, noch kopfüber in die Zukunft springt. Sie ist rein, das Gegenteil von schmutzigem Wasser und nicht berührt von äußeren Elementen. Ganz gleich, wie wir es nennen - "Unser Geist ist Buddha", "Buddha ist Geist" usw. - es ist die grundlegende Lehre der richtigen Übertragung, die wir studieren müssen. "Ein Geist ist alles; alles ist enthalten in dem einem Geist." Dies ist der Geist, der bis zum heutigen Tag übertragen wurde. Die Alten sagen: "Der Himmel kann zusammenbrechen und die Erde sich auflösen, aber der Geist wird bleiben." Wenn wir diesen Geist wahrhaft meistern, werden alle unsere Handlungen Früchte tragen. (Zuviel Denken, und wir schießen übers Ziel; zu wenig, und wir verpassen die Wahrheit.)

23.05.2009
"Hätte ich endgültige Definitionen, wäre meine Lehre eine Fälschung. Ich übermittle das Dharma den Umständen meiner Schüler entsprechend. Ich gebe einer Sache mal diesen Namen mal jenen. Bei mir sind alle Begriffe nur provisorisch." (Hui Neng)

09.05.2009
Eines Tages fragte jemand Dogen: "Welche Praxis muß im Zen eifrig geübt werden?" Dogen lehrte: "Shikantaza (Nur-Sitzen). Übt immer das Sitzen in Samadhi. Ergeht euch nicht in eitlem Geschwätz, sondern seid wie die Tauben und Stummen; übt immer das Allein-Sitzen."

25.04.2009
Es gab einen Laienschüler namens Sotoba, auch bekannt als Shisen, der ein berühmter Verfasser von Essays war. Er hatte ein tiefes Verständnis vom Ozean des Buddhismus und einen hohen Grad geistiger Verwirklichung. Einst, als er auf dem Berg Ho war, wurde er durch den Klang eines Flusses in einem Bergtal zur Buddhaschaft erleuchtet. Er verfasste diese Verse: "Der Klang des Flusses im Tal ist seine große Sprache. Die Farbe der Berge sind Sein reiner Körper. In der Nacht habe ich die 84000 Hymnen gehört. Aber wie es den Leuten am nächsten Tag erzählen?" Er zeigte es seinem Meister, der seine Erleuchtung bestätigte.

07.04.2009
Was lernen wir, wenn wir dem Buddha-Geist gegenübertreten? Erstens, betrachte die verschiedenen Formen der Berge, des Wassers und der Erde. Es gibt viele Arten von Bergen; einige sind wie der große Berg Sumeru, andere sind klein. Einige bedecken eine riesige Landfläche, andere sind sehr hoch. Auch das Wasser erscheint in den verschiedensten Arten: himmlisch, irdisch, große Flüsse, schmale Ströme, große und kleine Teiche, Ozeane, Seen usw. Und wer kann die verschiedenen Gestalten und Formen beschreiben, welche die Erde annimmt? Vergiß jedoch nicht, daß Land nicht immer Erde bedeutet (d.h. obschon die Erde sehr groß ist, ist sie dennoch nicht immer fruchtbar; ähnlich hat jeder die Buddha-Natur, aber wenn sie sich nicht durch Übung offenbart, wird sie nie Früchte tragen). Symbolisch ausgedrückt, gibt es das Land des Herzens und das Land der Schätze. Auch diese Länder gründen sich auf die Erfahrung der Erleuchtung. Berge, Wasser und Erde haben ihren Ursprung in der Leerheit und sind die Offenbarung von "Form ist Leerheit".

24.03.2009
Sakyamuni sagte einst: "Der vergangene Geist, der gegenwärtige Geist, der zukünftige Geist läßt sich nicht erfassen ." Diese Lehre wurde von allen Buddhas und Patriarchen weitergegeben. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lassen sich nur durch deinen eigenen "unbegrenzten Geist" verstehen. (der Geist, der nicht erfaßt werden kann). Benutze diesen "unbegrenzten Geist" zum Denken und Analysieren. Unser ganzes Leben sollte eine Tätigkeit des "unbegrenzten Geistes" sein – d.h. Geist, der nicht erfaßt werden kann durch Definition von Zeit oder Raum, Substanz oder Nicht-Substanz. Seit Sakyamuni hat jeder Buddha durch das Zazen das Prinzip des "unbegrenzten Geistes" gesucht. Wenn die Buddhas und Patriarchen diesen Geist nicht erreicht hätten, würden wir auf unserer Suche keine Führung haben. Um den "unbegrenzten Geist" zu erfassen, benötigen wir ein hohes Wahrnehmungsvermögen; so hoch, daß sogar buddhistische Schüler es sich nicht vorstellen können. Diese Fähigkeit ist jedoch nicht weit entfernt – sie ist sehr nahe.

10.03.2009
Einige Leute sagen, daß der "östliche Berg schreitet über das Wasser" und die Geschichte von Nansens Sichel vollkommen unverständlich sind. Sie betonen, daß solche Worte, die sich auf die normale Erkenntnis beziehen, nicht die Zen-Worte der Buddhas und Patriarchen sind. Diese Worte, die jenseits des Begreifens liegen, sind die Aussprüche der Buddhas und Patriarchen. Obakus Gebrauch eines Stockes und Rinzais Schreie sind jenseits des Begreifens. Dies ist die große Erleuchtung, die vor der Zeit existierte. All jene geschickten Hilfsmittel, die von unseren vorzüglichen Vorgängern verwendet wurden, um alle Verstrickungen zu durchtrennen sind "unbegreifbar". Was falsche Mönche als "unbegreifbar" bezeichnen, ist nur für sie unbegreifbar und nicht für die Buddhas und Patriarchen. Meide den Pfad der Buddhas und Patriarchen nicht, nur weil dir selbst das Verständnis fehlt. Du kannst es vielleicht jetzt nicht verstehen, aber das bedeutet nicht, daß es unbegreifbar ist. In der Sung-Dynastie Chinas gibt es viele Fälle von solch unzulänglichem Verstehen. Ich habe viele dieser Fälle mit eigenen Augen gesehen. Es ist eine sehr bedauerliche Tatsache, daß sie sich der Unzulänglichkeit ihrer eigenen Erkenntnis nicht bewußt sind; sie erkennen nicht, daß die Worte der Buddhas und Patriarchen gewöhnliche Erkenntnis überschreiten. Als ich in China war, blieben sie still, sogar dann, wenn ich über sie lachte. Was sie als unbegreifbar erachten, ist nur ihren üblen Geistern zuzuschreiben. Wer lehrte sie so etwas? Weil ihnen ein Meister fehlte, der die Wahrheit besaß, wurden sie natürlich Kinder der Nicht-Gläubigen.

24.02.2009
Dieser Geist der Buddhas und Patriarchen ist wie die hundert Gräser – rein und natürlich. Da die Buddhas den hundert Gräsern gleichen, gleichen wir selbst den hundert Gräsern. Denke jedoch nicht, dass du dessen, was du besitzt, immer gewahr bist oder, dass du es immer sehen kannst. Was wir erkennen können, ist nicht unbedingt unser Besitz, und was wir besitzen, wird von uns nicht unbedingt erkannt oder gesehen. Zweifle nicht daran, dass wir so etwas wie "ursprünglichen Buddha-Geist" besitzen, nur weil es nicht in die gewöhnlichen Kategorien des Denkens oder der visuellen Wahrnehmung paßt.

08.02.2009
"Wie können wir den Buddha-Weg vollenden?" "Es ist wie das Aufstehen von der Erde, nachdem du gefallen bist." Um dies klar zu verstehen, mußt du von der Vorstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft frei sein. Erleuchtung heißt Erleuchtung übersteigen; gründlich durch die Täuschung gehen, heißt die Täuschung übersteigen und die große Erleuchtung erreichen. Entweder umfaßt dich die Erleuchtung oder die Täuschung; deine Lage hängt vom Prinzip des Fallens und Aufsteigens von der Erde ab. Dieser Grundsatz ist auf alles anwendbar, überall und zu jeder Zeit — in Indien, China, Japan, wo auch immer — er ist in allen Buddhas. Intellektuelles Verständnis genügt nicht, du mußt es erfahren. Ganz gleich welche Worte wir von Buddha erhalten, oder welche Lehren wir von den Patriarchen hören, wenn wir es mit dem gleichen Verständnis empfangen wie sie es taten, nehmen wir an ihrer Erleuchtung teil. Dann können wir Worte sprechen, wie sie in Indien, China und Japan noch nicht gehört wurden. Doch wenn du zur Erde fällst und dies nicht verstehst, kannst du nicht aufstehen; wenn du in die Leerheit fällst, steigst du durch die Erde auf. Dies gilt für alle Buddhas und Patriarchen.

25.01.2009
Alle Buddhas und Patriarchen, die das Buddha-Dharma bewahrt haben, bestehen darauf, daß das richtige Sitzen im Jijuyu Samadhi der Weg ist, die Erleuchtung zu erlangen. In beiden Ländern, Indien und China, befolgten alle, die die Erleuchtung erreichten, diese Übung. Die Weitergabe vom Meister zum Schüler basiert auf dem Empfang und der Bewahrung dieses Samadhis. Wenn du die Worte nur rezitierst, ohne sie durch deine Übung zu vollenden, bis du wie jemand, der ein medizinisches Rezept hat, sich die Medizin dafür aber nicht herstellt. Gib alle Vorstellungen auf, konzentriere dich aufrichtigen Geistes auf Zazen, und überschreite die Vorstellungen von Erleuchtung oder Täuschung, Gefühl und Verstand. Dann wirst du frei und kannst die große Erleuchtung nutzen. Diejenigen, die Wert auf Worte und Buchstaben legen, haben nichts, was sich damit vergleichen ließe.

10.01.2009
Vom Buddha-Geist gibt es die folgende Erzählung: Vor langer Zeit kam ein Mönch zu Daisho Kokushi und fragte: "Was ist der ursprüngliche Buddha-Geist?" Daisho Kokushi erwiderte: "Mauer, Hecke, Ziegel, Steine." Gewöhnlicherweise betrachten die Menschen diese Dinge nicht als Buddha-Geist, tatsächlich wurzeln diese Dinge jedoch im ursprünglichen Buddha-Geist und drücken die Buddha-Natur aus. "Mauer, Hecke, Ziegel, Steine" symbolisieren den "alltäglichen Geist". Dieser Geist kümmert sich nicht um vergangene oder zukünftige Welten – er ist fortwährendes Arbeiten jetzt, in der Gegenwart und beschäftigt sich selbst nur mit jedem neuen Augenblick. Der "alltägliche Geist" ist seine eigene Vollkommenheit, er ist unabhängig und Selbst-Zweck. Die alten Zeiten sind abgeschnitten und vergangen, Gegenwart und Zukunft existieren zusammen in jedem Moment. Halte deinen Geist in der Gegenwart. Wenn wir immer an das Vergangene denken, wendet sich unser Sehvermögen zur Vergangenheit hin und wird verzerrt. Das intellektuelle Verständnis beim Lernen durch den Geist muß mit der Übung durch unseren Körper vereinigt werden