Buecher

Es gibt inzwischen eine unueberschaubare Menge Buecher mit buddhistischen Texten und Kommentaren. Aber nahezu alle Zen-Meister halten Buecherwissen für eher ueberfluessig und einige haben in alten Zeiten sogar ihren Schuelern verboten ihre Zeit mit Lesen zu verbringen.
Ich will nicht sagen, daß sie ihre Studien aufgeben sollen, sondern sie sollten ihren "Informationsinput" nicht uebertreiben.
Wenn man übermaeßig viel ißt, bekommt man leicht Verdaungsstoerungen, Bauchschmerzen, wird ungelenk, muede, traege, diabetisch, hypertonisch undsoweiter. Man braucht nicht allzuviel Phantasie um zu erkennen, was uebermaeßiger Informationsinput bewirkt.
Durch Anhaeufung von Wissen moegen sie zwar den Umfang ihrer Kenntnisse ausdehnen, jedoch nimmt ihre angeborene Faehigkeit intuitiv zu handeln stetig ab.
Wissenschaft ist immer an "Sprache" gebunden und kann letztendlich ueber diese Plumpheit, ja zuweilen Narrengestammel nicht hinaus.
Buddha Shakyamunis Lieblingsjuenger Ananda hatte ein ueberragendes Gedaechtnis, aber es mangelte ihm an Samadhi-Power. Er war der letzte von Buddhas Hauptjuengern, der zum Weg erwachte.
Die Zen-Übung zielt auf die Erweckung, Wiederbelebung der tief im Innern "sitzenden" Intuition, die uns unverstellt und frisch im Einklang mit der Natur, im kosmischen Einklang handeln läßt. "Zen means to follow the cosmic order" (Taisen Deshimaru).
Wenn ich hier nun dennoch einige Buecher aufliste, bedenken Sie bitte, daß ein Stadtplan etwas anderes ist als die Stadt selbst, daß Buecher Buecher sind und Zen Zen ist.

zur Buchliste >>