
Wenn man sich selbst allzu wichtig nimmt, an seinem "Ich" oder "Ego" haftet, dann ist Heiterkeit zumeist in weiter Ferne. Was kann man tun?
Zazen bringt von Zeit zu Zeit "Wunder" hervor! Tief werden in Zazen geht einher mit Heiterkeit. Heiterkeit ist ganz klar die Selbstfreude des Erwachens.
Der Eine oder die Andere sagt: "Ich uebe nun schon seit vierzehn Tagen Zazen. Aber Heiterkeit will sich nicht einstellen." Man kann diese Heiterkeit nicht erzwingen, wie man auch Satori nicht erzwingen kann.
Heiterkeit ist jenseits des zweifelnden Denkens. Zen-Meister Enshi vom Berg Issan sagte:
"Ich habe dreißig Jahre lang auf diesem Berg gelebt. Das Einzige was ich waehrend dieser Zeit getan habe war Reis essen, Tee trinken und ausscheiden. Ich habe mir nichts von meinem Meister angewoehnt. Das einzige was ich gelernt habe, war einen Wasserbueffel zu zaehmen. Immer wenn er uebermaeßig viel graste schlug ich ihn mit meiner Peitsche. Nach einer Weile wurde er ganz zahm. Das einzige Problem war, dass er jedem folgte der ihn rief. Aber jetzt hat er sich in eine reine, weiße Kuh gewandelt, die ganz nahe bei mir steht und immer heiter und klar schaut. Sogar, wenn ich versuche, sie wegzujagen, bleibt sie."