Klosteralltag

Arbeit im Garten
Bekanntlich sind Zen-Moenche und Zen-Nonnen fleissig wie die Bienen. Und die Worte von Pai-Chang (jap.: Hyakuju), der im achten Jahrhundert die noch heute in vielen Zen-Kloestern beherzigten Klosterregeln verfasste, "ein Tag ohne Arbeit — ein Tag ohne Essen" sind den Praktizierenden in Fleisch und Blut uebergegangen.

Nonnen bei der Zazen-Uebung
Im Soto-Zen Kloster sitzt man mit dem Gesicht zur Wand. Die Aufsicht fuehrende Nonne (Jikido) traegt einen Schlagstock (Kyusaku) mit dem sie ihre Schwestern auf deren Bitte hin auf die Schultern schlaegt, wenn Muedigkeit oder Unaufmerksamkeit die Uebung behindern.

Sutren rezitieren nach dem Morgenzazen
Allmorgendlich werden im Zen-Kloster nach dem Sitzen (Zazen) innerhalb einer Zeremonie highlige Schriften (Sutren) wie zum Beispiel das Herz-Sutra (Maka Hannya Haramitta Shingyo) rezitiert. Ein Moench gibt mit Hilfe eines Holzfischgong (Mokugyo) den Takt an.

Kinhin
Zwischen zwei Zazen-Einheiten wird das sogenannte "Kinhin" geuebt, ein formelles, konzentriertes Gehen bei dem die Praktizierenden im Gaensemarsch in der vorgeschriebenen Koerperhaltung laufen. Der Blick ist dabei nach innen gerichtet, so als waere man mit sich selbst allein. Waehrend des Laufens darf man nicht die Gesichter der anderen betrachten.

Sitzen in einem Rinzai-Kloster
Hier sind die Meditationszeiten kuerzer (c.a. zwanzig Minuten pro Sitzzeit), es wird mit Koan gearbeitet und die Moenche sitzen im Unterschied zum Soto-Zen mit dem Ruecken zur Wand.

Ein Mönch schlaegt das Han
Das Schlagbrett (Han) wird zum Bekanntgeben der Uhrzeit geschlagen, sowie zum Ankuendigen anderer Ereignisse.